Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie ist eine in Österreich anerkannte Psychotherapiemethode, die von der Psychoanalyse abgeleitet wurde und üblicherweise mit einer Frequenz von ein bis zwei Sitzungen pro Woche stattfindet.
Wesentlich bei dieser Methode ist die Bearbeitung lebensgeschichtlich begründeter unbewusster Konflikte und krankheitswertiger Störungen der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen einer therapeutischen Beziehung zwischen Therapeut*in und Klient*in im „Hier und Jetzt". Bei Bedarf kommen dabei stützende Maßnahmen zum Einsatz.
Mit psychoanalytisch orientierter Psychotherapie können Patient*innen mit unterschiedlichen Indikationsstellungen sowie unterschiedlichen Alters - von Kindheit bis ins hohe Lebensalter - behandelt werden. Sie eignet sich unter anderem bei folgenden Problematiken und Themenbereichen:
- Beziehung / Partnerschaft
- Sexualität / sexuelle Orientierung / Geschlechtsidentiät / Sexualstörungen
- Selbstwert / Kränkbarkeit
- Angst / Panik
- Depression / Depressive Verstimmung
- Erschöpfungszustände / Schlafstörungen
- Trauer / Verlust
- Trauma
- Burnout / Burnout-Prävention
- Akute Belastungsreaktion
- Zwang
- Sucht
- Psychosomatische Beschwerden
- Persönlichkeitsstörungen
- Altern / Sterben
Darüber hinaus eignet sich psychoanalytisch orientierte Psychotherapie auch generell zur Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung. Beispielsweise wenn man sich die Frage stellt, weshalb man in bestimmten Situationen/Konflikten auf bestimmte Art und Weise empfindet und/oder reagiert. Es handelt sich stets um eine Annäherung an ein Verstehen über das eigene Gewordensein und das Sammeln neuer Erkenntnisse. Diese neuen Erkenntnisse und die Beziehungserfahrung im Rahmen der Therapie können als heilsam erlebt werden und zu einem erweiterten Repertoire von Erlebnis- und Handlungsweisen beitragen.
Erstgespräch:
Im Rahmen des Erstgesprächs geht es um die Klärung der Beweggründe für die Therapie sowie deren Rahmenbedingungen und vor allem darum einander kennenzulernen und ob es für Sie und mich vorstellbar ist, sich auf einen therapeutischen Prozess einzulassen.
Im Anschluss an das Erstgespräch können Sie in Ruhe entscheiden, ob Sie eine Therapie bei mir beginnen möchten. Es ist auch möglich, zunächst einige Sitzungen zu vereinbaren, um die Entscheidung für oder gegen eine Psychotherapie zu treffen.
Setting und Zielgruppe:
Die Frequenz liegt bei 1-2 Terminen pro Woche à 50 Minuten (75 Minuten bei Paartherapien).
Ich arbeite mit Erwachsenen, älteren Personen, Jugendlichen und Kindern.
Verschwiegenheit:
Als Psychotherapeut unterliege ich der gesetzlich geregelten Verschwiegenheitspflicht gemäß § 45 des Psychotherapiegesetzes (PThG 2024). Dies ist die Grundlage für das besondere Vertrauensverhältnis in der Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in. Die Verschwiegenheitspflicht bleibt auch nach Beendigung der Therapie bestehen.
in Ausbildung unter Supervision:
Der letzte Ausbildungsabschnitt der gesetzlich geregelten Psychotherapieausbildung sieht die Verleihung des Status „Psychotherapeut:in in Ausbildung unter Supervision“ vor. Dieser berechtigt und befähigt, eigenständig als Psychotherapeut:in zu arbeiten (siehe § 6 Abs. 2 Z 4 PthG).
Honorar & Kostenrückerstattung:
Das Honorar beträgt 70,- € pro Sitzung (à 50 Minuten) bei Einzeltherapien und 110,- € pro Sitzung bei Paartherapien (à 75 Minuten).
Eine Kostenrückerstattung durch die österreichischen Krankenkassen ist derzeit aufgrund des Status “Psychotherapeut:in in Ausbildung unter Supervision” nicht möglich, folglich ist die Übermittlung von Diagnosen oder Daten an die Kassen aber ebenfalls nicht erforderlich.
Kosten für Psychotherapie sind grundsätzlich im Rahmen der „Außergewöhnlichen Belastung“ steuerlich absetzbar.
Absageregelung:
Falls ein vereinbarter Termin nicht wahrgenommen werden kann, können Sie diesen bis zu 48 Std. vorher kostenfrei absagen. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass andernfalls der Termin in Rechnung gestellt wird.